Zeitungsartikel Kleinklasse

<figcaption> Schulratspräsident Remo Maurer: "Manche Kinder können in einer Kleinklasse besser gefördert werden als mit noch so vielen Fördermassnahmen." (mt) </figcaption>

Oberrheintaler Kleinklasse für Problemschüler in Altstätten

Mt <time datetime="2014-11-28T09:40:00+01:00">28.11.2014</time> 0 Kommentare

Die Oberrheintaler Schulgemeinden planen gemeinsam eine Kleinklasse für verhaltensauffällige Kinder in Altstätten. Dies gab der Altstätter Schulratspräsident Remo Maurer an der Budget-Bürgerversammlung bekannt.

Im Gegensatz zur bereits bestehenden Time-out-Klasse für gehorsamsresistente Oberstufenschüler sollen die Kinder die Kleinklasse nicht nur eine Zeit lang (eben als Time-out) besuchen, sondern über mehrere Schuljahre, unter Umständen bis zum Abschluss der obligatorischen Schulzeit. Die Zuweisung wird auch schon ab dem dritten Schuljahr möglich sein. Den Betrieb aufnehmen soll sie Anfang nächstes Schuljahr im August 2015 in Altstätten.

Für den Altstätter Schulratspräsidenten Remo Maurer macht dieses neue Angebot Sinn: "Es gibt nun mal Kinder, die in einer Kleinklasse besser gefördert werden können als mit einem ganzen Strauss an Fördermassnahmen."

Das Heim Oberfeld in Marbach wäre von der Streichung der Unterstufe in der Sonderschule betroffen. (Gert Bruderer)

Kleinklassen: Tagesschulen fehlen

Monika Von Der Linden <time datetime="2014-09-16T18:46:00+02:00">16.09.2014</time> 0 Kommentare

Die Kleinklassen der Unterstufe sollen gestrichen werden. Das sieht das neue Sonderpädagogikkonzept vor. Verschiedene Kantonsräte wehren sich dagegen. Unter ihnen Remo Maurer und Peter Eggenberger.

MARBACH. «Die Regierung behauptet, die integrative Schule könne kostenneutral geführt werden», sagt Remo Maurer. Der SP-Kantonsrat und Präsident der Schule Altstätten unterzeichnete mit 25 weiteren Räten die Interpellation von Sandro Wasserfallen (Goldach, SVP). Sie fordert den Erhalt der Unterstufe in der Sonderschule, zum Beispiel im Heim Oberfeld. Am Montag erklärte Sandro Wasserfallen im Rat, dass die Interpellanten mit der Antwort der Regierung nicht zufrieden sind.

«Die Unterstufe ist nötig», sagt Maurer. Eine Reduktion in der Sonderschule bedeutete eine höhere Belastung der Regelschule, Mehrkosten für die Volksschule. Aus Altstätten besuchen aktuell fünf Schüler die Oberstufe im Heim Oberfeld. Verhaltensauffällige Kinder der ersten und zweiten Primarklassen werden integrativ in der Regelklasse unterrichtet. «Es geht aber nicht allein um Altstätten, der Grundsatz ist wichtig. Schulen fänden bei Bedarf kein Angebot im Kanton und müssten ausserhalb suchen.» Weiter missfällt es Maurer, dass es eine Verlagerung zugunsten der Oberstufe geben soll. «Eine Stärkung der Oberstufe ist sinnvoll, weil der Bedarf zunimmt. Aber, je früher die Förderung beginnt, desto geringer ist der spätere Bedarf.» Maurer will Kinder nicht unnötig in Sonderschulen schicken. Sie sollen möglichst im gewohnten Umfeld bleiben. «Es gibt Fälle, bei denen ein Internat zu teuer wäre. Die Kosten, um Kinder täglich in die Schule zu fahren, sind nie so hoch wie Betreuungskosten.»